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Projekt der Drittklässler zum Thema „Gewalt“ |
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Gewalt
ist für viele Kinder heutzutage eine recht selbstverständliche Art, auf
Konflikte zu reagieren. Grund dafür ist oftmals nicht die Lust an Streit oder
Gewalt, sondern häufig die Unkenntnis darüber, wie Konflikte gewaltfrei und
konstruktiv gelöst werden können – oder im Idealfall gar nicht erst
entstehen. Um
den Kindern der Grundschule Spielberg dauerhaft und regelmäßig Hilfen für ein
gewaltfreies Miteinander an die Hand zu geben, finden in jeder Klassenstufe
altersgemäße Projekte zur Gewaltprävention statt. Während die ganz Kleinen
mit dem „STOPP-Programm“ arbeiten, geht es bei den Zweitklässlern um das
Thema „sexueller Missbrauch von Kindern“. Dabei zeigt die Kriminalbeamtin
Frau Beckert den Kindern auf, wie sie Gefahren
erkennen können und welche Handlungsmöglichkeiten es in bestimmten
Gefahrensituationen gibt. Ein Selbstbehauptungskurs soll den Kindern helfen,
angemessen und erfolgreich zu agieren und zu reagieren. Die
Kinder der Klasse 3 setzen sich im Projekt „Gewaltig Junior“, das vom
Stadtjugendausschuss Karlsruhe geleitet wird, intensiv mit dem Thema
„Respektvoller Umgang“ auseinander. Nach dem Grundsatz „Niemand hat das
Recht, den Anderen zu beleidigen, auszugrenzen oder zu verletzen“ werden
gemeinsame Regeln für die Klasse erarbeitet. In
der vierten Klasse wird die Konfliktlösung zunehmend in die Hände der Kinder
gegeben. So werden beispielsweise
Klassensprecher und Streitschlichter gewählt oder der „Klassenrat“ erarbeitet Lösungshilfen in
aktuellen Konfliktsituationen. |
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Bei
den derzeitigen Drittklässlern stand nun am Mittwoch, den 25. Mai 2011 das
Projekt „Gewaltig Junior“ auf dem Programm. Los ging es mit dem Spiel „Bändchenfangen“. Wer sein Bändchen verloren hatte, musste
sich gekrümmt auf den Boden legen und den Kopf mit den Händen schützen. Die
anderen Kinder spielten weiter und mussten dabei über die am Boden liegenden
Kinder springen. Anliegen dieses Spiels war es, die Erfahrung zu vermitteln,
wie es ist sich anderen ausgesetzt zu fühlen. Im
Anschluss daran wurden gemeinsam Regeln für den Tag aufgestellt, die man
schriftlich auf einem Plakat festhielt. Immer wieder wurde auf die Einhaltung
dieser Regeln hingewiesen und darüber reflektiert. |
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Das
anschließende „Ja/Nein-Stuhl“-Spiel befasste sich mit dem Thema Gewalt.
Anhand verschiedener Beispielszenen sollten sich die Kinder zwischen dem
„Gewalt-Ja-Stuhl“ und dem „Gewalt-Nein-Stuhl“ entscheiden. Dabei wurde
festgestellt, dass Gewalt von jedem Menschen anders wahrgenommen wird. Im
Sitzkreis wurde immer wieder über das Thema „Gewalt“ gesprochen und gemeinsam
überlegt, wie man mit seiner Wut umgehen kann. Ein
abschließender Film zeigte den Schulalltag einer Grundschulklasse. Im
anschließenden Gespräch wurde über die Ursachen und die Lösung von Konflikten
gesprochen. Die
Kinder beteiligten sich rege an den Spielen und Gesprächen. Bei einem
weiteren Gespräch zwischen der Lehrkraft und den Veranstaltern in einigen
Wochen wird sich die Nachhaltigkeit des Projekts zeigen. |
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