Rund um die Schule
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Grundschule Spielberg
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Schulchronik

Alte Kinderschule

                                                                                                  Schulklasse 1890

"Neues Schulhaus", erbaut 1911

                                                                                                       Hofpause früher

Schulklasse 1965

                                                                                                       Blick von oben

Geschichte der Grundschule Spielberg

Im Jahr 1698 wurde die Schule in Spielberg zum ersten Mal in den Akten erwähnt. Dies geht aus einem kirchlichen Visitationsbericht, den der Pforzheimer "Specialsuperindentent" (= Schuldekan) Matthäus Kummer über Kirchen und Schulen seines Amtsbezirks 1698 für die markgräfliche Verwaltung in Durlach erstellt hat, hervor.

Dem Pforzheimer "Special" unterstanden alle Kirchen und alle Schulen in den Amtsbezirken Pforzheim, Stein und Langensteinbach. Nach den großen Zerstörungen durch die französischen Truppen (1689-1696) war eine "Bestandsaufnahme" dringend nötig. Es musste festgestellt werden, inwieweit die Kirchen und Schulen wieder "arbeitsfähig" waren.

Da bei den verheerenden Bränden der Städte weitgehend auch die vorhandenen Archive mit ihren wertvollen Unterlagen verbrannt waren, fehlen oft die genauen Daten einer Schulgründung.

Zehn Jahre nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat 1658 eine große Visitation in Durlach stattgefunden. Dabei wird der Schullehrer von Langensteinbach erwähnt, aber keiner aus Spielberg. Auch in einem anderen Protokoll von 1668 wird eine Schule in Spielberg nicht erwähnt.

Es existieren aber Berichte, in denen deutlich wird, dass bereits vor 1689 für die Spielberger Kinder Unterricht angeboten wurde. Vielleicht kam dazu der Pfarrer aus Langensteinbach nach Spielberg oder, was viel wahrscheinlicher ist, die wenigen Spielberger Kinder mussten nach Langensteinbach zum Unterricht laufen. So bleibt es bei der erstmaligen Nennung der Spielberger Schule im Jahr 1698.

Schulgebäude

Der Unterricht für die wenigen Spielberger Schüler fand anfänglich in der Stube des Lehrers oder in verschiedenen Häusern statt. Später, als die Wohnstuben zu klein wurden, fand der Unterricht vermutlich in einer heizbaren armseligen Hütte statt. Als die Schülerzahl nach 1725 noch größer wurde und die ärmliche Hütte baufällig geworden war, schien die Errichtung eines Schulhauses wünschenswert.

Obwohl die Spielberger sehr arm waren und den Bau eines Schulhauses kaum bezahlen konnten, errichteten sie in der Kirchgasse die "Alte Kinderschule", das erste Spielberger Schulhaus. Es war ein einstöckiges Fachwerkgebäude. Das Erdgeschoss beherbergte einen Schulsaal und die Lehrerwohnung, sowie seitlich eine Waschküche. Die Lehrerwohnung bestand nur aus einem kleinen Zimmer mit Kammer, die vom Schulraum zur Seite hin abgetrennt war. Unter dem Schulsaal befand sich ein Keller und unter der Lehrerwohnung der Schweinestall.

In den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts nahmen die Schülerzahlen stark zu, so dass man am Dorfrand ein zweistöckiges Schulhaus mit zwei Schulsälen errichtete. Spielberg vergrößerte sich immer noch. Die Schülerzahlen nahmen weiterhin zu.

Ein Anbau am vorhandenen Schulgebäude war nicht möglich und so entschloss man sich für einen Neubau mit einem Klassenzimmer und einer darüber liegenden Lehrerwohnung. 1911 war es fertig und konnte bezogen werden. Drei Lehrer konnten nun in Spielberg unterrichten. Zwischen den beiden Schulhäusern erstreckte sich ein großer Schulhof, auf dem die Schüler in den Pausen spielen und sich erholen konnten.

1950 wurde ein Pavillon mit zwei Klassenzimmern errichtet. 1990 wurde der Pavillon abgerissen und 1992 durch einen zweigeschossigen Neubau ersetzt.
(Quelle: 300 Jahre Schule in Spielberg "Kleine Chronik")